Wahllokale für Kinder und Jugendliche gesucht

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Aufruf zur Beteiligung an der U18-Wahl in Nordsachsen

Eine Woche vor der „echten“ Bundestagswahl findet am 15. September in ganz Deutschland wieder die so genannte U18-Wahl statt. Dabei dürfen alle Unter-18-Jährigen, die ihre Stimme abgeben möchten, mitmachen und auf dem Wahlzettel ein Kreuz bei der Partei ihrer Wahl setzen. Anders als bei der richtigen Bundestagswahl können hier auch Menschen ohne deutschen Pass mitwählen. Die Probewahl liefert damit kurz vor der Bundestagswahl am 23. September ein politisches Stimmungsbild der Kinder und Jugendlichen in Deutschland.

„Die U18-Wahl ist eine gute Gelegenheit, Kindern und Jugendlichen die Themen Politik, Wahlen und Meinungsbildung näher zu bringen. Außerdem kann damit der Dialog zwischen jungen Menschen und Politiker_innen angeregt werden“, sagt Frank Schubert von der externen Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in Nordsachsen. „Aus unserem Landkreis haben sich bereits zehn Schulen und Jugendeinrichtungen als U18-Wahllokal angemeldet.“ (Siehe die Übersicht der Wahllokale in Sachsen.) Prinzipiell kann die Wahl überall dort durchgeführt werden, wo sich junge Menschen aufhalten oder wohin sie eingeladen werden können: Schulen, Jugendclubs, Freizeiteinrichtungen, Sportvereine, Bibliotheken, Schwimmbäder oder auch öffentliche Plätze. Die Anmeldungen dafür erfolgt über die zentrale U18-Internetseite: www.u18.org.

Sämtliche Unterlagen zur Durchführung der Wahl, wie z.B. Stimmzettel, eine Synopse der Wahlprogramme der einzelnen Parteien, Plakate und Flyer, werden den registrierten Wahllokalen nach und nach durch die Landeskoordinierungsstelle bei der Sächsischen Landjugend zur Verfügung gestellt. Die Partnerschaft für Demokratie (PfD) unterstützt sie dabei als regionaler Kooperationspartner für Nordsachsen. So können für Aktivitäten im Vorfeld der Wahl, am Wahltag selbst oder im Nachgang Anträge für finanzielle Unterstützung beim Aktionsfonds oder beim Jugendfonds der PfD gestellt werden. Denkbar sind z.B. Veranstaltungen mit den Vertreter_innen der verschiedenen Parteien (Podium, Speeddating o.ä.), Projekte zur Auseinandersetzung mit dem Wahlsystem, dem Bundestag und den Wahlprogrammen – oder Wahlpartys am Abend der Probewahl. Anregungen und Material dafür gibt es u.a. hier und hier. Das Netzwerk "Tolerantes Sachsen" sammelt in einem Projektepool ebenfalls Materialien und Ideen für Projekte zur Bundestagswahl.

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