15. Juni

„Wir – und nur wir – sind das Volk!“ (Fachtag)

Ort: Eilenburg

Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und gesellschaftlicher Polarisierung auf lokaler Ebene

Unter dem Titel „Wir – und nur wir – sind das Volk!“ veranstaltet die Partnerschaft für Demokratie (PfD) in Nordsachsen in Kooperation mit dem Kulturbüro Sachsen e.V. in Eilenburg einen Fachtag zur Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und gesellschaftlicher Polarisierung auf lokaler Ebene.

Wann: 15.06.2017, 14 – 17.30 Uhr
Wo: Bürgerhaus Eilenburg, Franz-Mehring-Straße 23, 04838 Eilenburg
Zielgruppe: Multiplikator_innen aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Jugendarbeit und Vereinen

Die Demokratie und das friedliche Zusammenleben werden seit einiger Zeit nicht mehr nur durch Neonazis und andere eindeutig antidemokratische Gruppierungen bedroht. Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen nehmen für sich in Anspruch, als einzige für „das Volk“ zu sprechen. Doch wer ist „das Volk“ überhaupt? Wer gehört dazu und wer nicht?

Unter Bezug auf die 1989er Parole „Wir sind das Volk!“ wird bei Kundgebungen und in den sozialen Medien gegen „die anderen“, die angeblich nicht zum Volk gehören, gehetzt. Und gegen „die da oben“, die sich angeblich von den „einfachen Leuten“ entfernt haben. Schnell ist die Rede von einer „abgehobenen Elite“, „linksgrün-versifften Gutmenschen“, „Volksverrätern“ oder der „Lügenpresse“. Obwohl sich diejenigen, die solche Vorwürfe äußern, selbst meist als Demokrat_innen verstehen, tragen sie gezielt zu einer Spaltung der Gesellschaft bei.

Was – und wer – steckt dahinter? Welche Folgen hat das für unser Zusammenleben? Wie sollte man darauf reagieren? Und was folgt daraus für unser eigenes Demokratieverständnis?

In einem einführenden Vortrag wird zunächst David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. erläutern, was eigentlich unter Rechtspopulismus zu verstehen ist. Danach wird die Thematik in drei parallelen Arbeitsgruppen vertieft. Dabei geht es u.a. um den Volksbegriff zwischen sozialem Protest und Nationalismus (Dr. Robert Feustel, Uni Leipzig), um Verschwörungsideologien und Widerstandserzählungen (Jan Rathje, Amadeu-Antonio-Stiftung) sowie um Formen des Dialogs zwischen Menschen mit stark divergierenden Meinungen und Wertvorstellungen (Franz Hammer / Solvejg Höppner, Mobiles Beratungsteam des Kulturbüro Sachsen e.V.). Für eine nähere Beschreibung siehe unten angehängte Einladung.

Teilnahme nur nach Anmeldung: Bitte mit Angabe der gewünschten Arbeitsgruppe (1, 2 oder 3) bis 12. Juni 2017 per E-Mail an: fachberatung-nos@ndk-wurzen.de oder per Post an: Netzwerk für Demokratische Kultur e.V., PfD Nordsachsen, Domplatz 5, 04808 Wurzen oder per Fax an: 0 34 25 / 85 27 09.

Veranstalter_innen: Partnerschaft für Demokratie in Nordsachsen in Kooperation mit dem Mobilen Beratungsteam/Regionalbüro Nordwest des Kulturbüro Sachsen e.V.

Ausschlussklausel: Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neonazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser zu verweisen.

Die Partnerschaft für Demokratie in Nordsachsen wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie vom Freistaat Sachsen (Landespräventionsrat) und durch den Landkreis Nordsachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Hauhaltes. Die Veröffentlichungen stellen keine Meinungsäußerungen des BMFSFJ bzw. des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor bzw. tragen die Autoren die Verantwortung.

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